Samstag, 17. Oktober 2009

Beratergremium bei der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung (Frau Badura)

Nächste Sitzung:

23. März 2010

Beratergremium Schule

Zur Zeit wird an einer Neuformulierung des BayEUG- Art. 41 gearbeitet.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Internet- und Linktipps






http://info.verkuendung-bayern.de/


http://www.fiss-inklusion.de/home.htm

http://sonderschule.net/

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen





Nachgefragt


»ZUM SCHWÄBISCHEN FÖRDERSCHULTAG - Lobby für die Schwächeren


Dieter Boldt (42) ist schwäbischer Bezirks­vorsitzender des Verbands Sonderpädagogik. Heute eröffnet er den drit­ten Förderschultag.


Welche Aufgabe hat die Sonderpäda­gogik?


Boldt: Sie kümmert sich um Schüler mit erhöhtem Förderbedarf, wie zum Beispiel lernbehinderte, sin­nesgeschädigte und körperlich be­hinderte Kinder. Sie werden in För­derschulen unterrichtet, denn ihre Förderung im allgemeinen Schulsys­tem ist mit Barrieren verbunden. Als ihre Lobby wollen wir uns ihrer annehmen, um ihnen den Weg ins Leben und in die Gesellschaft zu eb­nen.


Wie ist die Situation für diese Schüler in Bayern?


Boldt: Der Anteil der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf beträgt 5,6 Prozent. Sie besuchen überwiegend Förderschulen oder »Sonderpädagogische Förderzentren. In den letzten Jahren werden aber immer mehr Kinder und Jugendliche durch ambulante sonderpädagogische Dienste in den allgemeinen Schulen unterrichtet.


Ein Stichwort ist die „Inklusion". Was ist darunter zu verstehen?


Boldt: Anders als bei der Integrati­on, bei der diese Kinder in ein beste­hendes System aufgenommen wer­den, geht es bei der Inklusion da­rum, dass sich das System ihrer an­nimmt - sie nicht ausschließt. Die Inklusion braucht die Sonderpäda­gogik bei der individuellen Förde­rung. Wir wollen und müssen son­derpädagogisches Know-how in die Regelschulen übertragen. Damit auch diese Kinder an jedem ge­wünschten Lernort lernen können.


Welche Signale wollen Sie beim dritten Schwäbischen Förderschultag senden, der heute in Königsbrunn stattfindet?


Boldt: Wir wollen deutlich machen, dass ein Schulsystem der Zukunft ohne sonderpädagogische Kompe­tenzen nicht denkbar ist. Das wäre menschenunwürdig, denn ohne in­dividuelle Förderung würden die schwächeren Kinder auf der Strecke bleiben.


Was fordern Sie?


Boldt: Wir verabschieden heute die Königsbrunner Erklärung. Sie for­dert von der Politik ein Bekenntnis zur Sonderpädagogik und deren fi­nanzielle Gewährleistung an allen Lernorten und Schulen, (flora)


Quelle: Augsburger Allgemeine vom 24./25 Oktober 2009




Mittwoch, 24. September 2008

Literatur- und Lesetipps



Lesetipps:


Pius Thoma / Cornelia Rehle (Hrsg.)

Inklusive Schule

Leben und Lernen mittendrin

2009. 263., kt., EUR(D) 18,90 EUR

ISBN 978-3-7815-1668-7

Klinkhardt Verlag

Eine Schule für alle Kinder - die inklusive Schule - die Einsicht in diese Not­wendigkeit gewinnt in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Bil­dungspolitisch zeigen sich jedoch kaum Ansätze zur Veränderung der her­kömmlichen Schullandschaft, die stark von selektiven Tendenzen geprägt ist. Dennoch ereignet sich Inklusion in Einzelfällen auch schon bei uns an eini­gen Schulen. Es schildert aus unterschiedlichen Perspektiven Beispiele von gelungenen, leider aber auch gescheiterten Wegen der schulischen Integrati­on von Kindern mit Behinderung. Diese authentischen Erfahrungen von wenigen Betroffenen können zur Quelle von Information, Hilfe und Ermu­tigung werden.

Darüber hinaus bietet dieses Buch grundlegende Texte zur Bedeutung einer veränderten inklusiven Schulkultur und zu den Bedingungen, die für eine gelingende Umsetzung unerlässlich sind. Es stellt Beispiele einer „inklusiven" Didaktik vor und zeigt auf, wie ein Netzwerk von pädagogischen Stützsystemen aufgebaut werden kann.

Ich darf Sie auf meinen Beitrag in diesem Buch hinweisen:

Johann Horvath:

"Inklusion- Ende der Sonderpädagogik?"

S. 237 – 257


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Viktor Lechta


Ausgangspunkte und Perspektiven der inklusiven Pädagogik

Osveto 2009
ISBN 80-8063-303-5
(In der Slowakei erschienen!)

Interessenten bitte bei mir mit Email melden!


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Franz B.Wember/Stephan Prändl (Hrsg.)
Standards der sonderpädagogischen Förderung
2009.249 Seiten.13 Abb. 7 Tab.
24,90 €, kt.
Reinhardt Verlag, München

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Aila-Leena Matthies/Ehrenhard Skiera (Hrsg.)

Das Bildungswesen in Finnland

Klinkhardt Verlag, Bad Heilbrunn 2009

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Sonderpädagogische Förderung
53.Jahrgang
04/2008

Inklusion macht Schule

Beltz-Verlag


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Dienstag, 19. August 2008

Schul- und Bildungspolitik








Rede des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus

Pressemitteilung des Kultusministeriums Nr. 209 vom 13.Oktober 2009:

Minister Spaenle bekräftigt hohen Stellenwert der
UN-Behinder-tenrechtekonvention in der bayerischen Bildungspolitik

MÜNCHEN. Minister Dr. Ludwig Spaenle bekräftigt angesichts aktueller
Forderungen den hohen Stellenwert der UN-Behindertenrechtekonvention in
der bayerischen Bildungspolitik: "Das Bayerische Kabinett hat am 28. Juli
durch einen Grundsatzbeschluss zur Umsetzung der
UN-Behinderten-rechtekonvention die Weichen gestellt, dass die Rechte von
jungen Menschen mit Behinderung weiter gestärkt werden." Bayern wird dabei
auch auf KMK-Ebene eine führende Rolle einnehmen.

Nach Kultusminister Spaenle ist es das Ziel, dass mehr Kinder und
Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Regelschule besuchen.
"Dabei befinden wir uns auf einem guten Weg", fügt er hinzu. Als einen
wesentlichen Schritt zur Umsetzung der UN-Konvention nennt der Minister
zudem die Stärkung der Entscheidungsrechte der Eltern bei der Wahl der
Schule von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen: "Um die Rechte der
Eltern zu stärken, werden wir eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen
auf den Weg bringen". Die Umsetzung der Konvention wird nicht auf Kosten
der Förderschulen erfolgen. Diese bleiben als Kompetenzzentren für
Sonderpädagogik erhalten.




Forum für Inklusive Strukturen an Schulen (FISS)

Dr. Pius Thoma/Dr. Cornelia Rehle MA.

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik

86135 Augsburg

und Grundschuldidaktik

Universitätsstr. 10

Philosophisch-sozialwissenschaftliche Fakultät

Universität Augsburg

Tel.: 0821 598 5602

Fax: 0821 598 2615

e-mail:Cornelia.Rehle@ Phil.Uni-Augsburg.de

Pius.Thoma@phil.uni-augsburg.de

30. Juli 2009


Erklärung zum Kabinettsbeschluss „Rechte von Menschen mit Behinderungen im Schulbereich stärken“ vom 28. Juli 2009


Das Forum für inklusive Strukturen an Schulen“ (FISS) - angesiedelt am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität Augsburg - begrüßt den Kabinettsbeschluss „Rechte von Menschen mit Behinderungen im Schulbereich stärken“ vom 28. Juli 2009.

Die Mitglieder des Forums bekräftigen ausdrücklich die Absicht des Bayerischen Kultusministeriums, „die Chancengleichheit und die gesellschaftliche Teilhabe von jungen Menschen mit Behinderung im Bildungsbereich gezielt zu fördern“.

Insbesondere unterstützen wir „die verbesserte Förderung von Schülern und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an der allgemeinen Schule durch Mobile Sonderpädagogische Dienste“ mit dem Ziel, „dass langfristig mehr Kinder und Jugendliche mit Behinderung die allgemeine Schule besuchen können.“

Wir begrüßen auch die beabsichtigte Fortentwicklung der „bestehenden Systeme“ durch „so genannte inklusive Modelle“, geben aber zu Bedenken, dass wir im bisher praktizierten bayrischen Weg der Außen- und Kooperationsklassen die in der UN-Konvention über die Rechte der Behinderten geforderten inklusiven Strukturen nicht verwirklicht sehen.

Bis hier aber wesentliche Änderungen zu erwarten sind, liegt es in der Verantwortung der Bayerischen Staatsregierung, alles zu unternehmen, was einer optimalen schulischen Betreuung aller Schülerinnen und Schüler im bisher vom Kultusministerium favorisierten Sonderschulsystem dient. Keinesfalls darf die geplante inklusive Beschulung der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu einer Verringerung der Lehrerstunden an den Förderschulklassen und damit zu einer Verringerung der Sonderschullehrerzahl führen. Hier läge sonst der Verdacht nahe, dass sich Bildungspolitiker durch das „Aufspringen auf den inklusiven Trend“ verbunden mit Stelleneinsparungen an den Förderschulen willkommene fiskalische Mitnahmeeffekte erhoffen wollten!

Das Forum (FISS) berät und begleitet seit Jahren Familien und Schulen bezüglich schulischer Integrationsprozesse. Als ein wesentliches Ergebnis unserer Analysen und Forschung nach Bedingungen gelingender Integration haben wir festgestellt:

Eine unverzichtbare Bedingung für Integration /Inklusion besteht in der effektiven Kooperation von Lehrkräften aus Regelschulen und Förderzentren und vor allem im Ausbau und in der umfassenden Verfügbarkeit des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes. Ihm kommt im inklusiven Schulsystem eine in ihrem Ausmaß noch gar nicht genau erfasste Bedeutung zu.

Lehrkräfte aus Regelschulen sind auf die fachliche Kompetenz der Förderschullehrkräfte und deren Unterstützung in Unterricht und Schulleben angewiesen.

Eine Stellenkürzung in diesen Aufgabenbereichen wäre deshalb unverantwortlich!

Leitung des FISS :

Dr. Pius Thoma Dr. Cornelia Rehle



Pressemitteilung vom 22.9.2009

BEV und VKIB sehen Lehrerabbau an den Förderschulen mit großer Besorgnis



Der Bayerische Elternverband (BEV e. V.) wird derzeit mit einer Fülle von Anrufen besorgter Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf konfrontiert, von deren Schulen mit dem neuen Schuljahr Lehrerstellen abgezogen wurden. Zu diesen Meldungen passt ein Bericht der SZ, die von einem Minus von bayernweit 100 Sonderschullehrern spricht. Aus Oberbayern war aus mehreren Quellen übereinstimmend zu erfahren, dass allein hier 40 Stellen eingespart wurden.

Zu diesen Meldungen passt auch eine Äußerung aus dem Kultusministerium, dass man auf keinen Fall die Förderschulen ausbauen wolle, da mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention der Fokus auf die Inklusion gerichtet würde. Mit diesem Statement – noch besser aber mit den entsprechenden Taten - könnte der BEV sehr gut leben, wenn nicht schon seit dem Ende der 90-er Jahre mehr und mehr an den Förderschulen gespart worden wäre. Dies führte u. a. so weit, dass nun die individuellen Förderpläne nicht mehr umgesetzt werden können, dass Lehrer bis zu drei parallele Klassenleitungen bewältigen müssen und dass die Kinder mangels Lehrervertretungen zu oft nur von Hilfskräften beaufsichtigt werden. Nach einer Umfrage des BEV-Sachgebiets Förderschule bestand bereits im letzten Schuljahr eine Unterversorgung von ein bis zwei Vollzeitlehrerstellen je Förderschule, insgesamt also etwa 300 Sonderschullehrer. „Sollten sich die Schreckensmeldungen der Eltern bewahrheiten, kommt dies einer persönlichen Katastrophe für jedes einzelne betroffene Kind gleich“, sagt die Vorsitzende des BEV, Heike Hein. „Nach unseren Erfahrungen der letzten Jahre müssen wir leider davon ausgehen, dass wieder einmal an den Schwächsten in unserer Gesellschaft gespart wird.“

Der Bayerische Elternverband fragt sich nun, wie weitere Stellenkürzungen zusammenpassen mit der Tatsache, dass der Haushaltsplan allein für 2009 eine Stellenmehrung von 77 Sonderschullehrerstellen vorsieht. „Dass das Kultusministerium zu Beginn des Schuljahres nicht den aktuellen Stand von Schülerzahlen und Stundenzuweisung kennt, ist untragbar. Mit einem solchen System kann logischerweise auch keine rechtzeitige bedarfsdeckende Lehrerzuweisung funktionieren“, sagt Henrike Paede, stellvertretende Vorsitzende und Sachgebietsleiterin Förderschule im BEV. „Zwar funktionieren die bayerischen Förderschulen irgendwie, allerdings mit den bundesdurchschnittlich größten Klassen und dem schlechtesten Verhältnis vom Lehrerstunden pro Schüler. Es hat jedoch den Anschein, dass unser Freistaat trotz vieler anderslautenden Beteuerungen kein echtes Interesse an der individuellen und bestmöglichen Förderung behinderter Kinder hat. Für diese Annahme spricht auch, dass der Kultusminister zwar alle paar Tage eine Neuerung im Schulwesen erfindet, die Förderschulen bzw. integrativ arbeitende Bildungseinrichtungen für behinderte Kinder bisher jedoch stets davon ausgenommen waren.“

Auch die VKIB (Vereinigung Kommunaler Interessenvertreter von Menschen mit Behinderungen in Bayern) ist sich mit dem BEV einig. Pressesprecher Johann Horvath: "Wenn schon für den Pflichtunterricht an den Förderschulen zu wenig Lehrkräfte zur Verfügung stehen, wird es als unmittelbare Folge zu Kürzungen bei den mobilen sonderpädagogischen Angeboten für die allgemeinen Schulen kommen. Die Verringerung der Sonderschullehrerzahl ist angesichts der beabsichtigten Vorreiterrolle Bayerns bei der Umsetzung der UN-Konvention in Richtung inklusive Schule höchst kontraproduktiv."

Und Heike Hein ergänzt: „Diese Entwicklung ist beschämend für Bayern. Wir fragen uns, wie Kultusminister Spaenle diese Verlagerung gesellschaftlicher Probleme auf die Zukunft moralisch und wirtschaftlich rechtfertigen will. Es sollte nun seinen guten Absichten auch Taten folgen lassen!“



Samstag, 16. August 2008

Infos aus dem Forum Bildungspolitik


Nächste Sitzung: 09. November 2009


Die Petition zur Umsetzung der UN-Konvention an den Bayerischen Landtag ist vom Forum mit nur einer Gegenstimme verabschiedet worden.
Text kann bei mir angefordert werden!


Weitere Informationen finden Sie im Internet unter

http://www.forum-bildungspolitik.de


Materialien und Positionspapiere








Wird gerade bearbeitet!

Pressemeldungen- Zeitschriftenartikel






Die Pressenews 14/2009 erscheinen im November 2009 als Word- und PDF-Datei!!


Rechtsinfos und aktuelle Urteile







Urteil: Sonderschüler-Einstufung auch gegen den Willen der Eltern



Ein Kind kann auch gegen den Willen der Eltern als Sonderschüler eingestuft werden. Das hat das Verwaltungsgericht Schleswig (VG) entschieden. Es sei die Pflicht staatlicher Schulen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten alle Schüler durch geeignete Maßnahmen zu fördern, bei denen ein Förderbedarf besteht. Dieser Pflicht kann sich die Schule selbst dann nicht entziehen, wenn die Erziehungsberechtigten die Notwendigkeit einer individuellen Förderung in Abrede stellen, heißt es in dem Urteil: Mit ihrer Entscheidung wiesen die Schleswiger Richter die entsprechende Klage der Eltern ab (Az. 9 A 7/09).

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EU- Recht

Eine Entschließung des Europäischen Parlamentes vom 23. April 2009 hat für großen Wirbel gesorgt. Hierin heißt es, dass die Mitgliedsländer fortan Bemühungen unterstützen sollten, seltene Erbkrankheiten unter anderem durch die Auswahl gesunder Embryos vor der Implantation zu verhindern (Abänderung 15).

Abänderung 15
Vorschlag für eine Empfehlung
Empfehlungen an die Mitgliedstaaten–

Absatz 1 – Nummer 5 a (neu)

5a) Bemühungen zu unterstützen, um seltene Erbkrankheiten zu verhindern:
a) durch genetische Beratung der als Überträger der Krankheit fungierenden Eltern und